Video-Art | Die versunkene Zeit

Die Filme laufen im Loop am:

DI | 23.07. | 19:00 – 21:00 – MI | 24.07. | 15:00 – 21:00
DO | 25.07. | 15:00 – 19:30 – FR | 26.07. | 15:00 – 19:00
SA | 27.07. | 12:00 – 19:30 – SO | 28.07. | 12:00 – 19:30

Wollen wir die Vergangenheit hören? Wollen wir die Zukunft sehen? Ideologien prägen unseren Blick. Aber das Sein bestimmt das Bewusstsein.
Das Atlantis Kunstfilm-Programm: Bilder vom Erinnern – Töne der Zukunft..


Jeune révolution! | Claire Angelini | 2012 | HD | 13’

Claire_AngeliniSeit Jahren sind Migration, gesellschaftliche Verwerfungen und Umbrüche in Angelinis Arbeit ein zentrales Thema. Unmittelbar nach „Brise la mer!“, das sich mit der Unabhängigkeit Algeriens 1962 befasst, ist ergänzend dieses Video über die tunesische Jasmin-Revolution von 2011 entstanden. Im Wechsel von Dokumentarischem und künstlerisch-assoziativer Bildsprache sehen wir eine sehr persönliche Momentaufnahme über die Entzauberung der tunesischen Jugend.


Der Kopf ist Dröhnen – der Bienenkorb, ein Bienenkorb, in dem die Sonne dröhnt. | Shinn Maeda | 2013 | HD | 4

Shinn_MaedaWas kann gesehen werden, was bleibt verborgen, wie beeinflussen technische Prozeduren unsere Wahrnehmung? Die Schemen der Realität sind trügerisch. Seine skeptische, reflektierte Haltung zur uns umgebenden Realität bestimmt Maedas reduziertes Material.
Lichtreflexe und Farbflächen abstrahieren von einer pragmatischen, zielgerichteten Orientierung.


wandering | Stephanie Maier | 2013 | HD | 4

Stephanie_MaierDie ganze Welt in einem Film? Das geht nicht. In schnell geschnittenen animierten Collagen begegnen wir Icons aus Kulturgeschichte, Pop und Alltag. Ein vereinnahmender Flow bringt Fragmente des Unbewussten in die Gegenwart. Dieser dritte Teil der Arbeit my mind keeps wandering von Maier ist Science fiction: Die ganze Welt geht nur in der Zukunft.


Blue Sky – Palau | Christoph Faulhaber + Daniel Matzke | 2011 | HD | 13

ChristophFaulhaber_DanielMatzkeLeben im „Paradies“ und doch nur Sehnsucht nach einer verlorenen kulturellen Heimat. Sechs ehemalige Häftlinge des US-Gefangenenlagers im kubanischen Guantanamo werden nach ihrer Entlassung 2009 vom pazifischen Kleinstaat Palau aufgenommen. Die Männer stammen aus einer muslimisch geprägten ethnischen Minderheit in West-China. Da ihnen auch dort eine Verurteilung drohte, kamen sie schließlich in diese isolierte tropische Situation, in der sie zwar frei, jedoch ebenso fremd sind, wie in ihrer mehrjährigen Gefangenschaft.


A sign on the road said: Take US to madre! | Marco Schmitt | 2012 | HD | 6’

Marco_SchmittWas beginnt wie eine wilde Verfolgungsjagd durch die Straßen und über die Brücken von New York und mit einem Crash durch eine Mauer aus Kartons endet, ist in Wirklichkeit ein Sinnbild unseres Lebens. Let it roll … ist die totale Beschleunigung und das zielstrebige Hinbewegen auf ein Ende zu, das doch wieder nur ein Anfang ist. Denn was auch immer MADRE für jeden von uns bedeutet, was auch immer unser Antrieb, unsere Motivation und unser Ziel ist, sobald wir es erreicht haben, geht es weiter.


Frag doch mich! (Pergunte me!) | Franz Wanner | 2012 | HD | 15’

Franz Wanner FRAG DOCH MICH still 2012Mal andersherum. Die Kinder einer 5ten Klasse der Münchner Wilhelm-Busch-Realschule sind multikulturell geprägt. Wie reagieren Münchner Passanten darauf, von diesen eine Kamera in die Hand gedrückt zu bekommen, verbunden mit dem Wunsch, neugierig zu sein und spontan die Rolle des Interviewers einzunehmen? Franz Wanner ist es gelungen, diesem soziologisch angeleiteten Kunstprojekt eine eigene ästhetische Qualität zu geben, die über einen Unterrichtsfilm hinausgeht.


Nichtstun | Annegret Bleisteiner | 2013 | HD | 8’

Annegret_BleisteinerAnnegret Bleisteiner lässt durch ein Über-, Mit- und Gegeneinander von visuellen Ebenen neue, fremde Bildräume entstehen. Hierbei geht sie jedoch keineswegs assoziativ vor, sondern begibt sich forschend auf ein ausbalanciertes Terrain zwischen Natur, Kultur/Gesellschaft und Individuum. Die Eindeutigkeit von Haltungen, Zuordnungen, Strategien wird aufgegeben, der Mensch lernt staunend, dass es mit der Rationalität der Alltagswelt nicht weit her und sie nur zu bewältigen ist, indem man über sie hinausgeht.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s